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Commence par toi-même!?

A propos du refus de consommer un burger de chez McDonalds, de porter des vêtements de chez H&M, et de réserver un vol pour un voyage touristique. Ou : pourquoi la critique de ce type de pratiques de boycott est un peu trop facile.

Il y a des questions qui reviennent en permanence dans les discussions de collocs, des questions du type : Est-il possible de changer les rapports sociaux par l’action individuelle? Michael Jackson avait-il raison de chanter « I’m starting with the man in the mirror »? Il ressort d’ailleurs souvent dans ces débats-là des arguments valables dans les deux sens. Beaucoup de personnes se considérant comme  « de gauche » ont commencé à se politiser en remettant en question leurs propres comportements, souvent en lien avec leurs habitudes de consommation. Que l’on boycotte les burgers de chez McDonalds, les vêtements H&M ou les produits de la compagnie Coca-Cola, que l’on refuse les produits issus de l’exploitation animale, que l’on rejette certains moyens de transport ou certaines destinations touristiques, ou que l’on favorise l’achat de produits équitables, toutes ces actions ont en commun de tenter de changer, à l’échelle individuelle, un état des choses que l’on perçoit comme mauvais.

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All you need is love ?

Amour et relations dans la société émancipée

Un grand espoir porté par le projet d’une société orientée par les besoins et libérée de la domination, de l’oppression et de l’exploitation, est qu’en son sein, les frontières se brouillent et disparaissent. Que l’obligation de se décider, ou de laisser des autres décider à notre place, tombe : es-tu une femme ou un homme ? Gay ou hétéro ? Mariage ? Enfants ? Devoir choisir entre amitié et amour, entre famille et société, entre désirer et être désiré, entre liberté et attachement. On peut objecter que, même dans une société émancipée, on souffrira toujours d’avoir le cœur brisé, que le nombre d’êtres-humains avec lesquels on pourra entretenir des relations significatives de proximité sera aussi limité par l’espace et par le temps. Que tout cela n’a que peu à voir avec le système social dominant. C’est vrai. Mais ne voulons-nous pas d’autant plus passer notre temps loin de cette concurrence, cette oppression et cette exploitation qui produisent des frontières, des contraintes et de la souffrance inutiles ?

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En guise d’introduction

Pourquoi un revue antinational internationaliste ?

« Routes sucrées » ou « Straßen aus Zucker » est un revue politique de gauche, jusqu’ici publié en allemand. Fondé à Berlin en 2009 en réaction aux sentiments nationalistes provoqués par la Coupe du monde de football et l’anniversaire de la réunification allemande, il n’était à l’origine qu’un projet à titre occasionnel pour la jeunesse. Par la suite, les bons retours nous ont incité-e-s à adopter une parution trimestrielle. Depuis, huit éditions ont été publiées. Le tirage le plus récent a atteint les 180 000 exemplaires et le journal est lu dans tous les pays germanophones. Les articles traitent, entre autres, de sujets tels la critique de la vie quotidienne, du nationalisme, du capitalisme ou de la religion, mais aussi d’amour, du rapport entre les sexes et de sexualité. Nous faisons de notre mieux pour écrire des textes à la portée de tous. Des textes militants et engagés, peu compréhensibles et décourageant, il y en a déjà assez.

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„Für viele ist der Einstieg in die Konsumkritik, die Vorstufe zur Systemkritik.“

Kommentar zum Artikel „Weltrettung im Biosupermarkt“

Guten Tag,

Vieles richtige steht in dem Artikel, aber dennoch finde ich, dass einige wichtige Aspekte übersehen werden.

Für viele ist der Einstieg in die Konsumkritik, die Vorstufe zur Systemkritik. Eine Bewusstwerdung darüber, dass da einiges im Argen liegt. Und ein Verstehen von Auswirkungen unserer Lebensweise. Sicherlich kommen viele auch nicht an den Punkt, die Systemfrage zu stellen. Trotzdem ist es eine Chance und ein wichtiger Lernprozess. Konsumkritik ist mehr, als nur welcher Konzern ist weniger schlimm. Sondern auch, was kann überhaupt unter „nicht-toxischen“ Bedingungen hergestellt werden. Da scheinen mir doch so manche Linke im Lala-Land zu leben. Viele Güter und Dienstleistungen könnten niemals unter nichtausbeuterischen Bedingungen jedem Menschen dieses Planeten zur Verfügung stehen. Da gehört halt auch das Fliegen dazu. In einem menschen- und umweltfreundlicheren System wird unsere Lebensweise keinen Platz haben.

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„Nicht, dass ich Antikapitalismus nicht befürworten würde – ich habe ihn nur nicht als meine persönliche Mission auserkoren.“

Ein Kommentar zum Zusammenhang von Klimaaktivismus und Antikapitalismus

Liebe SaZ-Redaktion,

eure Zeitschrift ist mir am Freitag beim Nicht-Klimastreik in die Hände gefallen. Mein erster Gedanke war: Puh, wieder so ein realitätsfremdes linkes Manifest. Ich war überrascht.

Zuerst möchte ich euch ein großes Lob aussprechen dafür, dass ihr kritische Rückfragen vorweg nehmt und direkt in euren Artikeln beantwortet. Bisher hatte ich die antikapitalistische Strömung der Umweltbewegung nicht inhaltlich verstanden. Die Frage, warum denn nun Umweltzerstörung, Kapitalismus, Nationalismus, etc. einander bedingen, stellt sich mir schon seit geraumer Zeit und eure Zeitschrift ist die erste, die sie mir sachlich, rational und in einem für mich zugänglichen Stil beantworten konnte. (Trotzdem zieht ihr an stellenweise Schlussfolgerungen und Assoziationen, die mir zumindest ohne zusätzliches Wissen nicht folgerichtig erscheinen, z.B. dass Marktwirtschaft gleichbedeutend mit Kapitalismus ist.)

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Unsere Homepage

Hallo Ihr Lieben,
während der Ausgaben sind wir meist vorrangig über unsere Social Media Kanäle aktiv. Das heißt, hier gibt es auch manchmal dann einen Monat oder länger keine Aktivität. Folge uns doch einfach auf Facebook, Instagram, Twitter

Die SaZ #15 erschienen

Die neue Straßen aus Zucker beschäftigt sich mit den Umweltkrisen, den aktuellen Umweltbewegungen und dem Mensch-Natur-Verhältnis.

„How dare you?“,

Fridays for Future, Ende Gelände und andere Klimaaktivist*innen! Während sich manch eine*r in den Konkurrenzverhältnissen dieses Zeitalters eingerichtet hat – zumindest in den oberen Etagen – da kommt ihr mit: Fünf vor Zwölf und Klimawandel. Fast könnte man das Gefühl bekommen, dass jetzt sogar ein paar Vertreter*innen eines ewigen „weiter wie bisher!“ Angst bekommen. Zumindest um ihr Image. Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten gegen die Zumutungen des Kapitalismus, gegen Rechtsruck und Faschisierung sowie für eine befreitere Welt gekämpft. Und jetzt weist ihr nachdrücklich darauf hin, dass sich ein besseres Morgen von selbst erledigen könnte. Weil die Erde, auf der eine schönere Welt existieren soll, vorher schon komplett im Arsch ist. Okay, guter Punkt. We got it. Wir müssen nun gegen alles Böse auf der Welt und für das Klima kämpfen. Aber wie? Mit schlechtem Gewissen oder ohne? Wie die Kämpfe verbinden? Und was bringt’s überhaupt? Fragen und Antwortversuche in dieser Ausgabe eurer Straßen aus Zucker.

Hier die Ausgabe als PDF downloaden.

Oder – auch in rauen Mengen – kostenlos bestellen zum Verteilen auf der nächsten Klimademo, Auslegen in Deiner Boulderhalle, Deinem Lieblingscafé, vor Deiner Schule, in Deiner Uni usw. Einfach Mail an saz@riseup.net

Damit wirs leichter haben die Bestellungen zu bearbeiten, schreibt bitte Bestellung & Adresse folgendermaßen in Eure Mails (wir freuen uns aber natürlich auch immer arg über weitere Worte, Kritik, wo ihr von uns gehört habt etc. in den Bestellmails!):

Lila Lustig
Am Lauseplatz 7
12345 Kreuzberg
Anzahl x Ausgabennummer

(Beispiel: 100×15,20xVS-Broschüre)

Wir werden 10!

Große Party und Veranstaltung am 05.10.2019, 20.00 Uhr im Berliner ://about blank mit einer Diskussion zu Klima.Krise. Kommunismus mit Jutta Ditfurth. Danach Party mit Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Iri Atari, Grizzly und vielen mehr.

Angesichts ständiger Hiobsbotschaften in Sachen Klima rennen bald alle schreiend im Kreis, dabei ist das alles nichts Neues. Kapitalismus, Klimawandel und Co. fordern ihren Tribut in Form von noch mehr menschlichem Elend und Leid, das ist schon lange bekannt. Da kommen Fridays for Future und der grüne Höhenflug ins Spiel und scheinen die Hoffnung zu erfüllen, den Kapitalismus zumindest in einen grünen zu verwandeln. Nur eine kleine Minderheit fordert dort die radikale Abkehr vom aktuellen Wirtschaftssystem zugunsten eines guten Lebens für alle.

Was hört da eigentlich nicht auf, schief zu laufen? Warum sind frühere Ökobewegungen gescheitert und im Elend der grünen Partei geendet? Warum haben auch bei FfF die Realos und sonstige Knalltüten das Sagen? Und wie lassen sich antinationale Inhalte in der Bewegung stärken? Gemeinsam mit Jutta Ditfurth wollen wir einen Blick auf die neuen Akteur*innen der Klimabewegung werfen und diskutieren, was von denen zu halten ist und ob nicht vielleicht doch ein Fünkchen befreite Gesellschaft drin steckt.

Danach Party mit feinstem Techno und House
Alle Updates auf Insta oder https://web.facebook.com/events/1142511432602992/


*LINE-UP*

Live in Concert:
Ira Atari (Audiolith)
Deutsche Laichen (Zeitstrafe)

DJ*s:
Aki Soda (Sonntagsinstitut)
Bikibiki (Pest of Pop)
Charly Schaller (Edge Detection)
DJ Hammersmith (Sonntagsinstitut)
Dirk von Lowtzow (Tocotronic)
Hodini (Money $ex Records, Wolf Music)
Jana Falcon (Smile for a While)
Prozecca (Sonntagsinstitut)
Uta (Rec Room / Warning)
Grizzly (Feines Tier)
Lupaal (Sonntagsinstitut)
Pot Shot Boys (Mostly Rhianna)

Wir ziehen mal Bilanz: 14 Ausgaben, zwei englischsprachige Ausgaben, eine in Tschechisch, eine in Spanisch. Tausende Aufkleber verklebt und Shirts verkauft. Eine Broschüre zum sog. Verfassungsschutz. Partys, Kneipenabende, Workshops. Unzählige Plena. Jede Woche, immer wieder.
Dann Interviews. Mit Idolen und Stars über Kommunismus gesprochen. Manchmal klug, manchmal nicht so. Aktionen auf Demos, Blödsinn hinter auf und unter irgendwelchen Tresen. Podcasts und – haben wir es bereits erwähnt? – Partys. Einige!
Und dann: Zeitungen. Zeitungen. Zeitungen. Ungefähr 1,5 Millionen! Gestapelt in irgendwelchen Kellern, verteilt vor Schulen, verschickt an Unis und Jugendzentren. Und dann immer mal wieder ein Gespräch oder eine Mail, in der steht: »Cool, was ihr macht. Keep going.«
Werden wir sentimental? Vielleicht ein bisschen, aber zum runden, zum zehnten Geburtstag, dürfen wir das wohl auch ein sein.
Die Bilanz fällt eigentlich ganz gut aus, deswegen feiern wir. Aber da Staat, Nation und Kapital immer noch nicht auf dem Müllhaufen der Geschichte verschwunden sind, schreiben wir weiter an gegen alles Böse auf der Welt. Die 15. Ausgabe ist in Arbeit und muss gedruckt werden. Dafür die Party. Und um mit Euch zu feiern, zusammen mit dem Sonntagsinstitut.
Auf zehn Jahre Straßen aus Zucker und auf das Gute Leben.

„Wir haben überhaupt nicht den Wunsch, uns über Punks lustig zu machen. Außer vielleicht über unpolitische Leute…“

Wir haben Wiener, den Sänger von Mülheim Asozial, zum Interview getroffen und bei Bierchen und Vodka nicht nur über die Band geplaudert.

SaZ: Habt ihr Lieblingshunde?

Mülheim Asozial: Unser Bassist Bullenstaat hat einen Hund, das ist unser Lieblingshund! Wir hatten auch mal ne Katze, als wir noch alle zusammen gewohnt haben.

Die ganze Band hat zusammen gewohnt?

Drei Viertel haben zusammen in einer Wirtswohnung über einer leer stehenden Kneipe gewohnt. Da aber unsere Gastherme in der Kneipe hing, hatten wir den Schlüssel und haben dort hin und wieder Parties gemacht. Dafür haben wir dann spaßeshalber eine Band gegründet und uns vier Lieder ausgedacht und ein kleines Konzert gespielt – was leider nach zwei Liedern von den Bullen beendet wurde. Dann haben wir gedacht: jetzt haben wir schon geprobt, jetzt müssen wir mindestens ein zweites Mal auftreten. Und dann ging’s irgendwie weiter; wir haben Spaß dran gefunden und ein paar andere Leute auch. Und jetzt gibt’s uns zehn Jahre.

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Die SaZ #14 erschienen

Die vierzehnte SaZ beschäftigt sich mit der Frage: Was tun?! Gegen den aktuellen weltweiten Rechtsruck. Denn:

Es ist kein Geheimnis.

Die Zeiten sind hart. Nazis ziehen angstfrei durch die Straßen, Antifeministen streuen unbehelligt ihren Hass, Rassistinnen beherrschen die Kommentarspalten und die Stammtische. Munter marschiert die Reaktion. Was soll man machen angesichts der schieren Größe der Aufgabe, der Stärke der Menschenfeinde und der eigenen, individuell erfahrenen Ohnmacht? Dieser Frage stellt sich diese Ausgabe und sucht nach revolutionären Splittern, denn es gibt sie. Menschen und Gruppen, die der Gesamtscheiße etwas entgegensetzen, die Konzepte von Gegenmacht entwickeln, die sich organisieren, die laut und entschieden für die Freiheit und das gute Leben für alle einstehen, die kämpfen und sich umeinander sorgen, damit wir gemeinsam gefährlich sein können. Ihnen diese Ausgabe und euch allen als Ansporn.

Ausgabe hier als pdf zum Runterladen