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Soli-Sause im Möbel Olfe, Berlin

Solidarität vom Fass am 4. Dezember 2017 (Montag): 20:00-03:00Uhr

Möbel Olfe (Reichenberger Strasse 177, am Kottbusser Tor, Berlin)

Music:
Σαλ (Drunken Kitten Club)
Pop Shot Boys (des rues des sucre)

Soli-Schnaps, Pop´n Trash, Tombola, Plakat-Release!

Die Straßen aus Zucker laden am 4.12.17 herzlich zu einem Kneipenabend in der Möbel Olfe ein. Die Einnahmen gehen an das Zeitungsprojekt.

Für den Abend ist einiges geboten: Neben Soli-Schnaps, Süßigkeiten und Bier zapfenden Redaktionsmitgliedern stellen wir unser brandneues Plakat vor, dass nur darauf wartet, in euren WG-Küchen, Büros oder Schulen aufgehängt zu werden (ein kleiner Vorgeschmack auf das Plakat seht ihr im Titelbild).

Darüber gibt es Hits, Hits, Hits und eine Tombola mit goßartigen Preisen. Bisher untersützen uns Jungle World, Audiolith Records, ://about party, B-Lage / Neukölln, Tristeza :: kollektivkneipe ::, Black Mosquito, Café Dritter Raum, k-fetisch mit Gutscheinen, Frei-Tickets und Merch! Da lohnt es sich mitzuspielen.

Eintritt auf Spendenbasis: 3- x Euro!
Ab 5 Euro gibt es ein Plakat.

Wir freuen uns auf Euch. Wir sehen uns an der Bar!

Geheimdienst gib Handy – online Lesen!

 

Die Texte unserer Broschüre „Geheimdienst gib Handy“ über den Inlangsgeheimdienst „Verassungsschutz“ könnt ihr jetzt auch online lesen (oder bestellen / als PDF herunterladen):

Die Ausgabe No. 12

Die neueste Ausgabe der Straßen aus Zucker hat sich nichts weniger als die Frage vorgenommen, wie wir leben wollen. Hier kann diese runtergeladen werden. Und hier kommt das Vorwort.

„You may say I’m a dreamer“, heißt es in einem alten Lied von John Lennon, das nur noch im „70/80/90er-Mix und das Beste von Heute“ verramscht wird. Und es kann nun wirklich nicht behauptet werden, dass Viele von den Ideen, die in dem Lied vorgeschlagen werden, träumen: einer Welt ohne Nationen, Eigentum und Religion. Gerade in Zeiten von AfD, Pegida, FPÖ, SVP, IS, Trump, AKP, Front National, Duterte und anderer Bewegungen des Horrors kann es schnell albern scheinen, über eine „befreite Gesellschaft“ und Utopien nachzudenken. Wenn das nichts mit den aktuellen Kämpfen zu tun hat, sondern eine paradiesische Welt am Reißbrett entworfen wird. Ohne die vielen gescheiterten Versuche zu reflektieren, die es bereits gab. Und einen Masterplan brauchen die Leute, die dann die grundlegende Veränderung erstreiten werden, auch nicht. Wir wollten das Gegenteil tun: Uns in trüben Zeiten Gedanken darüber machen, wofür wir eigentlich streiten. Es war nicht leicht, bei vielen Dingen sind wir uns unsicher, manches wird nur angerissen. Aber, dass es sich lohnt dafür einzutreten, dass es endlich besser wird, das wissen wir. Und: „We hope some day you’ll join us“.

Let’s make plans together!

Warum wir den libertären Plan 5.0 wollen

87 Prozent aller Rückenoperationen in Deutschland gelten als unnötig. Vor „falschen wirtschaftlichen Anreizen“ warnen deshalb Expert_innen, Operationen würden zu gut bezahlt. Wenn sich das ändert, dürften allerdings notwendige Operationen unterbleiben, weil sie sich „zu wenig lohnen“. Wobei ja auch jetzt schon nicht operiert wird, wenn es kein Geld für die Krankenversicherung gibt. Man kann sich die ratlosen Gesichter der außerirdischen Soziologiestudent_innen vorstellen, die diesen Wahnsinn nach Alpha Centauri berichten müssen. Wie bescheuert muss man sein, Gesundheit über Profit zu organisieren? Daraus folgt, dass nicht die medizinisch sinnvolle Maßnahme durchgeführt wird, sondern die, die sich finanziell lohnt. „Schatz, wie war Dein Tag?“ – „Fein, hab zehnmal sinnlos Rücken operiert!“ Doch das ist keine verrückte Ausnahme, es resultiert direkt aus der Organisation der Bedürfnisse über den Markt. „Wie würdet ihr es denn anders machen?“, wird darauf oft gefragt. Dazu weiter unten mehr. Aber vorher ein paar Bemerkungen zu den drei häufigsten Einwänden, mit denen eine Diskussion über Alternativen abgewürgt wird:
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All you need is love?

Liebe und Beziehungen in der befreiten Gesellschaft

Eine große Hoffnung, die eine auf Bedürfnisse ausgerichtete, von Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung befreite Gesellschaft bietet, ist, dass in ihr Grenzen verschwimmen und verschwinden. Dass der Zwang entfällt, sich zu entscheiden oder gar andere über sich entscheiden zu lassen: Bist Du männlich oder weiblich? Schwul oder hetero? Heirat? Kinder? Zwischen Freundschaft und Liebe, zwischen Familie und Gesellschaft, zwischen begehren und begehrt werden, Freiheit und Bindung.
Man kann jetzt einwenden: Ein gebrochenes Herz wird trotzdem immer noch weh tun. Und noch immer wird die Zahl der Menschen, mit denen man enge und wichtige Beziehungen ein- gehen kann, durch Zeit und Raum begrenzt sein. Und dass das alles wenig zu tun hat mit dem herrschenden gesellschaftlichen System. Stimmt. Aber wollen wir nicht umso mehr unsere Zeit frei von Konkurrenz, Unterdrückung und Ausbeutung verbringen, die so viele weitere unnötige Grenzen, Zwänge und Leid schaffen?
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Nee, nee, nee, eher brennt die BVG…

Wie umgehen mit Scheißverhalten in der befreiten Gesellschaft?

Stell Dir vor, Du wachst morgens auf, steigst ohne Ticket in die U-Bahn und brauchst keine Angst vor einer Fahrscheinkontrolle zu haben. Oder Du gehst in den nächsten Supermarkt und nimmst mit, worauf du Lust hast, ohne die Angst, die schwere Pranke der Ladendetektivin auf deiner Schulter zu spüren. Zuhause lädst du dir die neuesten Tracks runter und hast keine Sorge, bald eine Mahnung im Briefkasten zu haben. Was hält Dich vielleicht heute davon ab, dies alles zu tun? Die meisten Menschen befolgen Regeln unhinterfragt, einfach weil es sie gibt. Im Zweifelsfall sind es dann vor allem die Strafen, seien es nun Haftstrafen oder Geldbußen, Sozialstunden oder eine Entlassung. Wie würde dein Tag aussehen, wenn dir das nicht mehr drohen würde?
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Maschinenwinter is coming

Was Maschinen mit Gesellschaft zu tun haben und warum ein Luxuskommunismus nicht nur voll-automatisiert, sondern auch voll öko sein sollte.

Stell dir vor, morgen ist Revolution und übermorgen leben wir im Kommunismus. Was wir dann alles mit den vielen Smartphones, Computern und den Maschinen, die in den ganzen Betrieben herumstehen, anfangen könnten! Zum Beispiel eine Online-Bibliothek einrichten, in der alle jemals produzierten Bücher, Filme und Songs abrufbar sind. Oder wir könnten die Computer einsetzen, um weltweit die verschiedenen Bedürfnisse der Menschen abzufragen, in komplexe Berechnungen einfließen zu lassen und dann unsere Arbeitsabläufe danach zu gestalten. Internet, Roboter und Produktionsmaschinen: Für manche Linke steckt darin bereits das Potential einer Gesellschaft, die alle Menschen gut versorgen kann. Doch können wir einfach so die Maschinen des Kapitalismus für die befreite Gesellschaft benutzen? Wird für ihre Herstellung und ihren Betrieb nicht viel Energie verbraucht, mit den bekannten klimaschädlichen Folgen? Und überhaupt: Machen uns die Maschinen nicht mehr Stress, als dass sie uns helfen?
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Von Torten und Turnschuhen

Was wir von bedingungslosem Grundeinkommen und Degrowth halten

Stell dir eine Gesellschaft vor, in der die Menschen frei vom Zwang sind ihre Arbeitskraft zu verkaufen, frei davon Aufgaben zu erledigen, die sinnlos sind und frei davon Dinge zu produzieren, die sie sich nie im Leben selbst leisten können. In dieser Gesellschaft wäre Arbeit die solidarische Umsetzung von allem, was an gesellschaftlichen Tätigkeiten als nötig oder erwünscht ausgehandelt würde: von einer bedürfnisorientierten Herstellung der Güter, über das Kümmern um Kinder, die Versorgung kranker oder alter Menschen bis hin zur Gestaltung kulturellen Lebens.
Weil die Menschen viel weniger arbeiten müssten – die fortschreitende Technisierung jenseits eines Verwertungszwangs macht’s möglich – bleibt in unserer angestrebten Gesellschaft mehr Zeit für Dinge, die wir gerne machen: Feiern, Politik machen oder am See abhängen.
Behalten wir unsere angestrebte Vorstellung im Kopf und stellen zwei gegenwärtig populäre Konzepte auf den Prüfstand, die sich ebenfalls eine von Lohnarbeit unabhängige Versorgung der Menschen oder eine Reduzierung von Arbeit auf die Fahnen geschrieben haben: Das „Bedingungslose Grundeinkommen“ (BGE) und Degrowth-Ansätze.
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„We‘re just trying to push things further…”

Ein Interview mit Peaches

Peaches ist musikalisch und politisch eine Ikone. Sie kämpft gegen Körper- und Gendernormen und propagiert eine Welt, in der alle ohne Angst verschieden sein können. Ihre Musik wird in South Park und True Blood gefeatured, sie arbeitet mit Pink und Christina Aguilera zusammen, während Madonna, Lady Gaga und Britney Spears sie als wichtigen Einfluss nennen. Wir sprachen (noch vor den US-Wahlen) mit Peaches in Berlin.
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Alle Räder stehen still…

Und was kommt dann?

1968 kam es zum Generalstreik in Frankreich. Überall protestierten die Menschen, der Präsident war ins Ausland geflohen und außer der Polizei arbeitete kaum noch jemand. In den Betrieben und Unis wurde stattdessen über eine bessere Zukunft diskutiert. Ein Plan, um die Gesellschaft wirklich umzustürzen, kam dabei aber nicht heraus. Die Leute gingen bald wieder ihrer „normalen“ Arbeit nach – doch diese kurze revolutionäre Situation inspirierte weltweit Viele. So auch die Arbeiter_innen des britischen Unternehmens Lucas Aerospace, das zu Beginn der 1970er Jahre stark von der Krise der britischen Wirtschaft betroffen war. Denn dort wurden zum großen Teil militärische Flugzeugkomponenten produziert und die Regierung wollte die militärischen Ausgaben kürzen. In dieser Situation standen die Arbeiter_innen von Lucas Aerospace scheinbar vor zwei schlechten Alternativen: Entweder für mehr militärische Ausgaben pro- testieren – oder die Abschaffung ihrer Jobs hinzunehmen.
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